Folge 89 – Belichtungsmessung bei Blitz und Umgebungslicht

Der Fotograf: Thomas Kuhn

Das Model: Maria Vrijdaghs

Das Zubehör: Sekonic L-358 FlashMaster

Buch-Tipp: »Porträts fotografieren im Studio«

Beispielbilder

31 Gedanken zu „Folge 89 – Belichtungsmessung bei Blitz und Umgebungslicht“

  1. Hallo Thomas,
    Herzlichen dank für das spannende Belichtungsmessung-Tutorial.
    Eine Frage dazu:
    Wir haben 1/60, f5.6 und iso 640 bei Umgebungslicht.
    Die Blitzmessung zeigte jedoch f9.0.
    Erstaunte Frage: wieso ist das Bild trotz des zusätzlichen Blitzlichts nicht überbelichtet?
    Liebe Grüße Uwe 🙂

  2. Die zweite Messung ist ja eine Blitzbelichtungsmessung. Du siehst ja, wie stark das Blitzlicht berücksichtig wird. Von Blende 5.6 zu Blende 9 bei einer Gesamtbelichtung von 50:50. Ein Fehler ist mir aber dennoch passiert. Ich sage dort, dass ich die Blende nicht ändern will, was Quatsch ist. Genau das muss ja geändert werden, sonst käme es zur Überbelichtung. Es war der letzte Drehtag, die Sendung war ziemlich aufwendig beim Dreh. Ich glaube, ich war da etwas unkonzentriert.

  3. Hallo
    Wieder einmal eine gelungene Folge von Blende 8 und Super erklärt von Thomas Kuhn
    @Thomas Kuhn: Was für Objektive verwendest du normal im Studio?
    Das im Film gezeigte ein 70-200 von Sigma aber ich kann mich auch irren, darum die Frage
    Gruß
    Alexander

    1. Genau. Das Sigma 70-200. Sonst kommt gerne auch mal das 50 1.4 oder das 16-35 4.0 von Nikon. Für Makrosachen hol dann auch mal das 100er 2.8 von Tokina. Hauptsächlich sind die Teile auf der Vollformat. Ab und an aber auch am Crop-Sensor

  4. Die unterschiedlichen Blenden (1. Bild 5.6 und 2. Bild 9) kann man ja schön aus den EXIF-Daten rauslesen. Hab grad auch mal die restlichen Daten (Kleinbild D700, 1/60, 78mm) in den DOF-Master eingegeben. Da ändert sich von 5.6 auf 9 nur minimalst was am Tiefenschärfebereich. Den fokussierten Abstand schätze ich auf 2m.

  5. Hallo Thomas,

    ich verstehe, dass Du zeigen möchtest, wie man so einen Belichtungsmesser einsetzen kann.

    Allerdings ist es für mich sehr befremdlich, dass Du sowohl Kamera als auch Systemblitz komplett manuell betreibst.
    Zumindest für die erste Messung (Umgebungslicht) vertraue ich grundsätzlich dem in meine digitale Spiegelreflexkamera eingebauten (und somit ohne Zusatzkosten vorhandenem) Belichtungsmesser.
    Interessant wäre der Vergleich von der manuellen/externen Methode zur TTL-Belichtungsmessung der Kamera mit Systemblitz.

    Arbeitest Du in der Praxis auch mit zwei Messungen und manuellen Einstellungen?

    Gruss
    Roland

    1. Es gibt zeitweise schon Situationen (ähnlich der gezeigten), bei denen ich erfahrungsgemäß tatsächlich eine bestimmte Gewichtung zwischen Umgebungslicht und Blitzlicht haben möchte. Das zeigt mir der Belichtungsmesser sehr schnell und einfach an, ohne dass ich ein Testfoto machen muss. In solchen Fällen arbeite ich gern manuell, trotz TTL. Die erste Messung ist nicht zwingend erforderlich. Ich habe sie hier gemacht um einen Bildvergleich zu haben

  6. Hallo Thomas

    Darf man Fragen welchen Belichtungsmesser du verwendest. Bin auf der suche nach einem vernüftigen Belichtungsmesser und der scheint mir vernünftig. Vielen Dank dafür. vG Thomas

  7. Hallo,

    ich finde das Zubehör irgendwie nicht so sinnvoll, gerade im Zeitalter digitaler SLRs.
    Ich persönlich würde da einfach erstmal ein paar Testfotos knipsen und meine Einstellungen anhand des Ergebnisses korrigieren. Das dauert, wenn man etwas Erfahrung hat, auch nicht sehr lange und wenn es nicht ganz perfekt ist, kann man durch RAW Nachbearbeitung Kleinigkeiten locker ausgleichen.
    Habe einen Preis von > 300 Euro dafür gesehen. Das würde ich als Hobbyfotograf mir lieber für anderes Zubehör sparen.

  8. @Robert und Roland
    Googelt mal den Unterschied zwischen Objektmessung (macht die Kamera) und Lichtmessung (macht der Belichtungsmesser) und Ihr werdet sehen, dass die Lichtmessung genauer ist als es die Kamera mit Ihrer Objektmessung kann.

    1. Hallo Andreas,

      ich weiss schon um die Unterschiede in der Genauigkeit der Belichtungsmessung, doch wäre eine Diskussion darüber eher akademischer Natur.
      Die Frage ist: Warum sollte ich eine moderne, vielleicht sogar semiprofessionelle digitale Kamera im manuellen Modus betreiben und auf einen zusätzlichen Belichtungsmesser vertrauen wenn doch die Belichtung durch die Kamera aufgenommen wird?

      Natürlich kann ich dabei auch mit Systemblitzen zusätzlich Licht produzieren, also auch zusätzliches Licht ins Foto bringen, wo ich es brauche (Gegenlichtportrait als bestes Beispiel oder auch die von Thomas genannte Änderung der Lichtstimmung).
      Und ja: ich weiss, dass es immer Sitationen gibt, die es rechtfertigen, besondere Massnahmen zu unternehmen. Thomas schreibt, es gäbe „zeitweise schon Situationen“ …
      Darum die Frage nach der Praxis und den 85% ’normalen‘ Situationen 🙂

      LG
      Roland

    2. sorry – ich vergass eins:
      Gute Belichtungsmesser machen übrigens beides: Objekt- und „Lichtmessung“ … darum kann man ja die Kalotte entfernen 😉

  9. Hallo, will ja kein Spielverderber sein…aber bevor ich mir einen Belichtungsmesser für zig hunderte von Euros kaufe um Blitz und Umgebungslicht einzumessen…mach ich lieber ein einziges Testfoto…und korrigier z.b. per TTL Blitzbelichtungskorrektur die Blitzleistung…und wenn man sich vorher sogar ausrechnet wieviel Prozent eine drittel Blende ist kann man es sogar viel schneller und ohne rennerei einstellen als gezeigt (vorausgesetzt Kamera und Modell bewegen sich nicht zu sehr..wie im Video auch nicht)…

    klar… der Belichtungsmesser ist genauer als TTL und in speziellen Situationen besser…aber für mich ist Fotografie mehr see and feel oder try an d error…als pure Mathematik und Zahlenrechnerei…
    –> ergo für das gezeigte Beispiel finde ich das Preis-Resultat-Zeit-Leistungsverhältnis sehr ungünstig…und würde für sowas nie einen Handbelichtungsmesser verwenden…

    ABER…für mich macht es Sinn einen Belichtungsmesser zu haben, sofern man im Studio mit reinem Blitzlicht arbeitet…um z.b. gezielt Streif und Aufhelllichter einzumessen, ohne dass sie ausbrennen oder dominieren…da ist der Handbelichtungsmesser meiner Meinung nach sehr effizient, genau und zeigt mir ohne tausend Testschüsse und rennerei…welche Lichtquelle ich wieviel hoch und runter regeln muss…(braucht aber Erfahrung in der Bedienung)

    hoffe ihr seht das genauso…und nicht, dass jetzt jeder Amateur/Hobbyfotograf sich ein Belichtungsmesser für teures Geld kauft, den er in der Ecke liegen hat, weil es ihm zu viel Aufwand ist oder er nicht im Studio (reines Blitzlicht) fotografiert… 😉

    LG Chriss

  10. Ja, Ich finde das auch wahnsinn wie viel belichtungsmesser kosten 🙁 200-400 € finde ich echt übertrieben von den Herstellern, diese dinge erinnern mich irgendwie an stimmgeräte für Gitarren und die Dinger kosten auch keine 400€, Irgendwo schade, da investiere mein Geld lieber in andere Dinge. Ist ja fast schon so als würde ein Kabelauslöser 130€ kostem 🙂

    Aber Thomas trotzdem super Video fehler können passieren, das macht ein Menschen auch Sympatisch 🙂

    Vllt könntet ihr mal wieder ein Low Budget Video drehen wo es um so sachen wie z.b Blitz von Youngnou geht oder objektive von Tamron usw… Secound Hand Bodys für Einsteiger mir fällt da grad echt jede menge ein 😉

  11. Kann man eigentlich aus einer alten Analogen mit ein wenig plastik einen Belichtungsmesser bauen, da ist doch alles für eine Messung drin und wenn ich eine olle f601 oder f65 für 15 euronen bekomme, finde ich das ziemlich attraktiv oder gibts da was anderes, der sekonic f308 ist immer noch für 170 eur einiges an Geld zum bloßen Spielen zu teuer…

  12. ich bin erst vor kurzem auf diese seite gestoßen und freu mich, daß es hier wirklich mal infos gibt, mit denen man was anfangen kann. ein dickes dankeschön. ich war ja schon langsam der meinung, daß internet wirklich in erster linie für die würscht ist. eine frage, die mir hoffentlich beantwortet werden kann – ich fotografiere absolut analog mit nicht automatisch gesteuertem blitz. wenn ich indirekt blitze, gibt es da eine faustregel, um wie viel die blende gegenüber dem direkten blitzen verändert werden muß? danke im voraus und grüße aus budapest!

    1. Das ist nicht so einfach zu ermitteln. Man muss berücksichtigen, dass die Lichtmenge mit jeder Entfernungsverdoppelung zum Quadrat abnimmt. Die Deckenhöhe ist für die Leistung also stark mitentscheidend. Desweiteren kommt es drauf an, wie gut das Reflektionsvermögen der Decke ist. Aus meiner Erfahrung (ich gehe jetzt mal von ganz normalen Wohninnenräumen aus) 1 Blende immer, gerne auch mal 2.

  13. Hallo Herr Kuhn!

    Auch Profis machen Fehler? 😉
    „Ein Fehler ist mir aber dennoch passiert.“

    Zeigt Stärke, wenn auch ein Profi einen Fehler zugibt und dann keine fadenscheinige Ausreden sucht.

    Ihre Sendungen sehe ich immer wieder gerne an und es beleibt auch immer was hängen!

    Nette Grüße

  14. Hallo Herr Kuhn,
    vielen Dank für das informative Video.
    Ich überlege schon länger, ob ich mir einen Belichtungsmesser zulegen soll. Ein Teil meiner Motive nehme ich mit Zwischenringen und zwei entfesselten Blitzen (Canon Speedlite 430 II Kamera 60D) auf. Die Werte des Belichtungsmessers dürften bei einem solchen Aufbau und ohne E-TTL nicht eins zu eins übernommen werden können. wie müsste ich den dann messen.
    Freundliche Grüße
    Norbert Johann

    @ alle negativ Antworter:
    Es ist doch jedermanns Entscheidung, ob er das Geld für einen Belichtungsmesser ausgeben will oder kann. Das man das auch anders lösen kann dürfte allen, die schon etwas länger fotografieren bekannt sein. Nur ist das Lernen durch Erfolg und Misserfolg nicht jedermanns Sache.

    1. Hmm, wir bei den Zwischenringen nicht der Wert der Lichtminderung in Blenden mit angegeben. Falls ja, würde ich ganz normal messen und um diesen Wert korrigieren.

  15. Hallo,

    das Thema ist gut und nachvollziehbar erklärt, aber ich glaube nicht, dass Fotoamateure auf die hier vorgestellte Messmethode umstellen werden.

    Gruß
    Holger

  16. Hallo Herr Kuhn, vielen Dank für die vielen Tipps, von denen ich gerade als Anfänger im Bereich der Fotografie profitiere. Es macht Spass Ihrer sympathischen und natürlichen Art zuzuschauen. Viele Grüße auch an das Modell Maria, die ich zuletzt, und das ist schon einige Jahre her, in unserem Theater in Eisleben live erleben durfte und mich immernoch gern erinnere. Wie klein diese Welt doch ist -)

    Liebe Grüße

    Maik

  17. Herr Kuhn, zunächst einen grundsätzlichen Dank für Ihre vielen sehr gut
    zu verstehenden Filmbeiträge. Das hilft einem Anfänger sehr schnell weiter.
    Habe verschiedene Fragen: Eigene Ausstattung Nikon D90, SB 910, Nikon DX 35mm 1.8.
    Wie blitze ich richtig, wenn Familienfeiern mit bewegten Pesonen
    in kleineren Räumen mit farbigen Wänden stattfinden?
    Der knackige Eindruck schwindet dann. Wie blitze ich dann am besten?

    2. Möchte gerne zu akzeptablen Preisen bis ca. 70mm zoomen, bei konstanter Lichtstärke 2.8.
    Können Sie für die Objektivwahl Entscheidungshilfen anregen?
    Beste Grüße
    Andreas

  18. Tolle Folge,

    ich konnte hierbei wieder was lernen. Ich finde es gut, dass gezeigt wurde, wie man alles im manuellen Modus macht. Klar kann man einfach ein Testfoto schießen und Korrekturen durchführen, aber ist es nicht interessanter genau zu wissen, was man tut (Zumal man aus einem Testfoto und dessen Korrektur kaum eine Sendung machen kann).
    Ich bin Hobbyfotograf und nutze z.B. zwei Analogblitze. Die kosten gebraucht zusammen ein Bruchteil von einem neuen TTL Blitz (Zwei SB25 für knapp 45EUR).
    Wer tatsächlich erste Erfahrungen mit Lichtmesser machen möchte, kann auch nach älteren Lichtmesser Ausschau halten. Ich nutze einen alten Gossen Lichtmesser und es funktioniert klasse. Insgesamt macht es mir unglaublich viel Spaß mit den Blitzern rumzuspielen, insbesondere wenn ich mit meiner Film SLR schieße und die Ergebnisse erst Tage später sehe.

  19. Pingback: Anonymous
  20. Ich finde das Video ausgesprochen gut, zeigt es doch mal abseits von allen Automatiken wie es gemacht wird.
    Belichtungsmesser sind doch um einiges genauer.
    Wer öfter mal völlig manuell arbeitet wird das zu schätzen wissen.
    Beste Grüße Wilfried

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