Folge 149 – Sprechstunde »Fotorecht«: Eure Zuschauerfragen

Wichtiger Hinweis:
Um Eure Frage an Herrn Rau zu stellen, nutzt bitte ausschließlich die Kommentarfunktion unterhalb der Folge auf unserer Podcast-Website: http://foto-podcast.de/ipod/folge-149-sprechstunde-fotorecht-eure-zuschauerfragen/. Wenn Ihr Herrn Rau direkt kontaktiert – beispielweise per E-Mail oder über seine Website –, können Euch ggf. Kosten für eine Rechtsberatung entstehen. Im Rahmen des Podcasts kann keine umfassende Rechtsberatung geleistet werden. Wir bitten um Euer Verständnis.

Rechtsanwalt und Hobbyfotograf: Wolfgang Rau

Deutscher Verband für Fotografie

Exklusiver Buchauszug zur Folge

Foto- und Bildrecht im Internet

In diesem Buchauszug klärt Euch Rechtsanwalt Wolfgang Rau, Präsident des Deutschen Verbands für Fotografie (DVF), über das Foto- und Bildrecht im Internet auf. Er erläutert, welche Rechte Ihr den wichtigsten sozialen Netzwerken bei einem Bildupload einräumt. Dieser Auszug stammt aus dem Buch »Recht für Fotografen – Der Ratgeber für die fotografische Praxis« (ISBN 978-3-8362-2580-9)

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26 Gedanken zu „Folge 149 – Sprechstunde »Fotorecht«: Eure Zuschauerfragen“

  1. Vielen dank für die Beantwortung meiner Frage.
    Ich hätte auch noch weitere Fragen für das nächste Video.

    Frage 1:
    Hier geht es im Großen und ganzen um „Personen des Öffentlichen Lebens“.
    Wenn ich als Fotograf eine Öffentliche Sportveranstaltung Fotografiere. Darf ich diese Bilder Veröffentlichen oder nicht? Homepage – Flyer Visitenkarte Facebook ect.

    Frage 2:
    Auf meinen Touren habe ich bereits viele Bilder erstellt und möchte diese als Plakat, Leinwand ect. Verkaufen.
    Hier sind auch Bilder von Autos der DTM dabei. Auf den Autos ist Natürlich auch das Logo der Firma Audi und AMG zu erkennen.
    als Beispiel hier 2 Bilder :
    https://www.facebook.com/FabianWeberFotografie/photos/a.223803781103639.1073741837.147147258769292/481449828672365/?type=1&Theater

    https://www.facebook.com/FabianWeberFotografie/photos/a.223803781103639.1073741837.147147258769292/481477755336239/?type=1&Theater

    Vielen Dank schon im voraus.

    Mit freundlichen grüßen

    Fabian Weber

  2. Hallo,

    ich habe letztens für meinen Tischtennisverein Fotos beim Training gemacht. Hinterher kam jemand zu mir und forderte die Löschung sämtlicher Bilder, auf denen er abgebildet ist.
    1) Selbst wenn ich nicht veröffentliche, bin ich zur Löschung verpflichtet? (Ging um Bilder der Gesamtszene, viele Tische, viele Spieler, kein Einzelportrait, normales Spielgeschehen)
    Teilweise wären Ausschnitte ohne die Person ja nutzbar.
    2) Im weiteren Gespräch wurde gesagt, betroffene Person hätte das Recht mir die Kamera wegzunehmen, um weitere Aufnahmen zu verhindern und die Fotos eigenhändig zu löschen.
    3) Anderweitig heißt es häufiger, bei einer öffentlichen Veranstaltung, wenn mehrere Personen abgebildet sind und es der Repräsentation der Veranstaltung dient, müsse man nicht jeden fragen, da die Personen dort, damit rechnen müssen, fotografiert zu werden.
    Inwiefern stimmt das und vor allem, inwiefern gilt ein offenes Training, wo auch unangemeldet Gäste kommen und spielen können als öffentliche Veranstaltung, die bspw auf der Vereinswebseite repräsentiert werden kann.

    Würde mich über eine Antwort in der nächsten Folge freuen. 🙂

    Grüße,
    Tore M

  3. Hallo Herr Rau,

    eine Situation wäre mir auch bisher nicht eindeutig geklärt: Es war in einer großen Stadt in der Fußgängerzone ein Polizeieinsatz gegen eine Menschenmenge (Fußballfans) dieses Ereignis hatte ich versucht mit der Kamera festzuhalten, dachte es wäre ein zeitgeschichtliches Ereignis, trotzdem wurde ich von Polizisten aufgefordert die Kamera auszuschalten weil es nicht erlaubt ist deren Einsätze zu fotografieren, das darf so nur die Presse – so war die Aussage.

    Würde mich ebenfalls über eine Antwort freuen.

    Grüße Dirk Witten

    1. Hallo Herr Witten,
      Sie laufen gerade in ein juristisches Minenfeld. Es gibt hier zwei sehr unterschiedliche Auffassungen. Die der Juristen und die der Polizei.
      Grundsätzlich gilt, die Berufsbezeichnung Journalist ist nicht geschützt. Jeder kann als solcher arbeiten. Auch bedarf es bei dieser Tätigkeit keines Presseausweises – leider wissen das nicht alle Ornungshüter. Weiterhin erhalten nur Journalisten, die hauptberuflich als solche arbeiten – Nachweis mittels Steuererklärung – einen Presseausweis von den entsprechenden Organisationen. Wer nebenberuflich als Journalist tätig ist erhält von Organisationen wie DJV, Verdi etc. keinen Presseausweis. Es gibt auch Verbände, die für nebenberufliche Journalisten Presseausweise ausgeben. Jedoch sollte man sich fragen, ob sich der damit verbundene finanzielle Aufwand lohnt.
      Eine Akkreditierung durch das Justiz- oder Innenministerium der BRD gibt es schon lange nicht mehr.

      „trotzdem wurde ich von Polizisten aufgefordert die Kamera auszuschalten weil es nicht erlaubt ist deren Einsätze zu fotografieren, das darf so nur die Presse“ Glücklicherweise Unfug.

      Aber, die Praxis sieht leider anders aus und während des Einsatzes hat die Polizei den längeren Hebel. Googlen Sie einfach einmal Stichworte wie Fotografieren auf Demonstrationen; Demonstration und Fotografenrechte; Teilnahme an Demonstrationen; Stuttgart 21 und Journalisten; Stuttgart 21 und Fotografen.
      Ein genereller Hinweis, nie alleine auf Demos gehen, immer in einer Gruppe und zusammenbleiben, damit man für alles Zeugen hat.

    2. Hallo Herrmann,

      googlen werde ich sowas nicht, es gibt zu viele Aussagen, die auf Halbwissen basieren, da wäre mir ein Statement von Herrn Rau sicherlich lieber 😉

    3. Hallo Herr Witten,

      ist die richtige Einstellung gegenüber Google. Aber es gibt dort diverse Seiten von Journalisten, deren Verbänden, Juristen, aber auch von Veranstaltern von Demonstrationen die sehr sachlich über die tatsächliche Situation auf Demonstrationen informieren.
      Ein schönes Beispiel ist die damals geforderte Akkreditierung bei einer der letzten Anti-Castortransport Demos. Für die Akkreditierung gab es keine Rechtsgrundlage. Versuchsweise meldeten sich dennoch einige Journalisten an und deren Akkreditierung wurde wie erwartet im Einsatz ignoriert. Auch zu googlen.
      Bin gespannt, ob Herr Rau eine Sondersendung zu den Fotografenrechten und deren Durchsetzung auf Demonstrationen macht. Zumindest hatte ich auf Demonstrationen bisher keine Probleme. Glücklicherweise.

  4. Hallo Herr Rau,

    wie sieht es aus, wenn auf meinen Bildern neben Personen (deren Einwilligung vorliegt) auch Erzeugnisse bekannter Marken zu sehen sind?
    Z.B. ein Wagen der Marke X, eine Uhr der Marke Y oder natürlich auch Kleidung, deren Hersteller klar zu erkennen ist.
    Kann es da zu Problemen mit den jeweiligen Unternehmen kommen?

    Grüße
    Bernd O.

    1. Hier greift der § 57 UrhG
      (Unwesentliches Beiwerk)
      Zulässig ist die Vervielfältigung, Verbreitung und öffentliche Wiedergabe von Werken, wenn sie als unwesentliches Beiwerk neben dem eigentlichen Gegenstand der Vervielfältigung, Verbreitung oder öffentlichen Wiedergabe anzusehen sind.

  5. Hallo Herr Rau,

    darf man eigentlich auf einem Friedhof (der ja der Stadt gehört und somit öffentlich ist) fotografieren?
    Müssten eventuell erkennbare Grabsteininschriften unkenntlich gemacht werden?

    Viele Grüße
    Thomas Kappel

    1. Richtig, Friedhöfe gehören in der Regel der Stadt und somit hat die Stadt auch das Hausrecht, darf also bestimmen, wer was dort tun oder nicht tun darf. Fotos vom Grab der Oma fürs eigene Fotoalbum sind da mit Sicherheit unproblematisch, vor einer (kommerziellen) Nutzung/Veröffentlichung würde ich vorher bei der zuständigen Stelle die Erlaubnis einholen.

  6. Ein – meiner Meinung nach – ziemlich trockenes Thema. Trotzdem etwas, mit dem man sich zumindest in den Grundzügen auskennen sollte. Danke. Ist auf jeden Fall angenehmer, sich das Ganze zusammengefasst als Video anzuschauen, als extra ein Buch zu dem Thema zu lesen.

  7. Hallo Tore,
    Grundsätzlich gilt immer das Recht am eigenen Bild.
    Aber, wer zu einem öffenlichen Training geht der weis, daß dort fotografiert wird, sei es durch Mitarbeiter/Vereinsmitglieder, Fotografen im Auftrag des Vereins oder durch Pressefotografen. Egal wie gut jemand auf Übersichtsaufnahmen zu erkennen ist, die Person ist dabei als Beiwerk zu betrachten. Im Grunde kann jeder an jeder Position stehen. Das Verlangen die Aufnahmen zu löschen dürfte juristisch praktisch nicht durchsetzbar sein. Wer nicht fotografiert werden möchte, sollte solche Veranstaltungen wieder verlassen oder gar nicht erst hingehen.

    Einzelportraits von Spielern sind dabei erlaubt, weil diese Personen des Zeitgeschens sind. Dies gilt bei öffentlichen Trainings auch für spielende Gäste.

    Zu 2. Diese Rechte hat die Person definitiv nicht!
    Kompromißvorschlag für den Kontrahenten: Zu aufwendig 300 und mehr Aufnahmen zu kontrollieren. Ihn als Portrait aufnehmen dann aussortieren. Die meisten sind tatsächlich einsichtig und willigen ein. Gegebenenfalls, wenn die Person gut erkennbar ist, dann unkenntlich machen.

    3. Auf öffentlichen Veranstaltungen gilt Drei sind eine Gruppe, aber fragen muß man dennoch. Bei 300 ist das nicht mehr nötig,

  8. Hallo und danke für die interessanten Ratschläge!
    Ich weiß daß es zu Rechtsverstößen kommt wenn man Produktbilder (auch direkt) vom Hersteller NICHT einfach so ohne vorheriges Einverständis zB auf seinem Webshop platzieren darf.
    Aber stimmt es daß dieses Recht auf dem einzelnen BILD liegt und nicht am Produkt selbst, sodaß ich zB ein Fernsehgerät SELBST abfotografieren kann dann ein (fast identisches, aber selbst erzeugtes) Foto einwandfrei veröffentlichen darf? Und gilt das auch in Österreich?
    Des Weiteren würde mich interessieren ob es rechtsgültige Vorlagen zum Download gibt, bei denen eindeutig erklärt ist daß ich die Bilder veröffentlichen darf, falls das Bild zB eine Agentur oder ein Fotograf in meinem Auftrag schießt.

    Wie sieht es eigentlich aus, wenn ich im Hintergrund (also NICHT als HAUPTmotiv) ein geschütztes Werk, Archtektur oder dgl. (Extrembeispiel die „Mona Lisa“ im Hintergrund eines Schnappschusses bei einem Louvrebesuch) auf einem Foto habe, das Hintergrundmotiv aber doch nicht sooo klein ist um fast unkenntlich zu sein und ich dieses Bild zB in einem Blog veröffentliche?

    Besten Dank im voraus und weiter so!

    Dietmar

    1. Hallo nochmal,

      ein kleines AddOn hätt ich noch:
      Wie sieht die Rechtslage aus wenn jemand von einem Abmahnanwalt(?) eine Strafzahlung und eine Aufforderung zum Entfernen des Bildes bekommt, der Webseitenverantwortliche aber (versehentlich bzw. unwissentlich) „nur“ das Bild aus der Darstellung entfernt, das Bild aber immer noch bei der Eingabe des Links aufrufbar ist? Gilt auch hier „Unwissenheit schützt nicht vor Strafe“, oder?

      Des Weiteren möchte ich gerne wissen ob es Spezialregeln/Unterschiede gibt für österreichisches/deutsches Recht? Welches Recht gilt eigentlich wenn der klagende zB Amerikaner ist, der Websitenverantwortliche Österreicher und der Hoster ein englisches Unternehmen, der Server aber in Deutschland betrieben wird?

      Besten Dank im voraus!

      Dietmar

  9. Hallo Herr Rau,
    als ich kürzlich in Frankreich mit dem Motorrad unterwegs war, wurden vom Straßenrand aus von professionellen Fotografen Fotos vorbeifahrender Motorradfahrer gemacht. Immer ein, höchstens zwei Motorräder je Foto. 100m weiter standen große Schilder mit URLs, auf denen man sich die Fotos anschauen konnte, um sie zu kaufen. Natürlich sind die Gesichter der Fahrer im Helm nicht zu erkennen. Wäre so etwas in Deutschland daher erlaubt?

  10. Bei öffentlichen Aufführungen, bei denen keine Eintrittskarte gelöst wird – kann ich die Darsteller / Künstler / Musiker fotografieren und diese Fotos auf einer Website veröffentlichen? Bspw. gibt es in München das Theatron, eine mehrtägige kostenlose Veranstaltungsreihe mit Konzerten im Olympiapark. Anderes Beispiel wäre ein Strassenkünstler in einer Fußgängerzone.

  11. Hallo Herr Rau,

    habe momentan ein großes Problem mit einem Fotografen eines Online-Magazines und hoffe sie können mir helfen.
    Meine Situation ist folgende:
    Wurde auf einer Feier von dem Fotografen fotografiert. Dabei war mir bewusst, dass die Bilder digital auf der Homepage des Magazines digital Veröffentlicht werden. Nun fand ich allerdings heraus, dass besagter Fotograf auch eine private Internetseite betreibt, auf welcher er die Fotos 1:1 ebenfalls veröffentlicht UND dort in einem Online-Shop auch als Printprodukte verkauft. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten…sie entweder als Kontaktabzug…oder digital die ganze Bilderserie zu erwerben. Ein Punkt bereitet mir dort aber richtige Bauchschmerzen! denn er bietet auch die Bilder gegen eine Gebühr von 50,- Euro für kommerzielle Nutzung an…

    Jetzt habe ich folgende Fragen an Sie:

    Darf ein Fotograf so etwas?

    Könnte nun jeder gegen eine Gebühr von 50,- das Bild von diesem Fotografen kaufen und kommerziell nutzen, obwohl ich dieses nicht möchte? Vielen Dank für Ihre Hilfe! MFG Christoph.S.

  12. Hallo Herr Rau,

    vielen Dank für diese Folge des Podcasts. Ich hätte eine Frage hinsichtlich der Fotografie von Produkten. Ich möchte gerne in meinem Studio Fotografien von, von mir gekauften, Produkten des täglichen Lebens ((z. B. Getränke, Drogerieartikel) anfertigen.
    Darf ich diese Fotos uneingeschränkt veröffentlichen? Muss ich den Hersteller dieser Fotos um Genehmigung bitten?

    Vielen Dank im Voraus.
    Viele Grüße
    Christian K

  13. Sehr geehrter Herr Rau,

    vielen Dank für die wieder sehr informative Sendung zum Thema Fotorecht.

    Schon seit geraumer Zeit beschäftigt mich die Frage, ob ich Fotos kommerziell nutzen darf, die ich z.B. bei einer Hafenrundfahrt von einem Ausflugsdampfer aus gemacht habe?

    Das Problem: Eigentlich sind die (Wasser-)Wege, die das Schiff zurückgelegt hat, öffentliches Gelände, die Aufnahmen dürften meiner Auffassung nach folglich vollumfänglich der Panoramafreiheit unterliegen. Immerhin könnte ich ja auch mit einem eigenen Boot dieselben Strecken entlangfahren und fotografieren. Nun habe ich für die Hafenrundfahrt aber Eintritt bezahlt und eine Dienstleistung in Anspruch genommen, ohne die die konkreten Aufnahmen zu diesem Zeitpunkt an den jeweiligen Orten nicht möglich gewesen wären. Muss ich also von der Reederei oder sogar dem Kapitän eine (schriftliche) Genehmigung für die Veröffentlichung und kommerzielle Nutzung der Fotos einholen? Immerhin hat die Reederei – oder wer auch immer – ja auch so etwas wie ein Hausrecht auf dem Schiff.

    Vielen Dank und viele Grüße
    Olaf Pokorny

  14. Hallo Herr Rau,

    das Persönlichkeitsrecht einer fotografierten Person gilt ja für alle Bilder, auf denen diese als solche erkennbar. Das gilt m.E. für alle Aufnahmen, also nicht nur für das Gesicht, sondern auch für andere Körperteile und auch, wenn der Personenkreis, der die dargestellte Person erkennen könnte, (sehr) eingegrenzt ist.

    Ich habe von einer Person einen Torso-Akt aufgenommen, auch für diese Bilder gilt somit das Persönlichkeitsrecht. Für diese Bilder ich keine schriftliche Nutzungserlaubnis.

    Dieses Bild habe ich retuschiert. Es ist also ein Artefakt entstanden, das auf einem Foto basiert und noch immer wie ein realistisches Foto wirkt.

    Das Modell selbst ist jedoch nicht mehr in Lage, sich in einer Blindprobe auch nur ansatzweise zu identifizieren. Selbst, wenn man dem Modell benennt, auf welchem Bild es gezeigt wird, kann es sich nicht identifizieren. Bei sehr genauem Hinsehen, detaillierter Sachkenntnis und guter Beobachtungsgabe gibt es ein oder zwei Hinweise, an denen man bei das Modell vermuten könnte.

    Verletze ich dennoch Persönlichkeitsrechte, wenn ich dieses Bild publiziere?

    Besten Dank,

    Sono Hinaki

  15. Hallo Herr Rau,
    ich lade meine Fotos regelmäßig auf diverse Stockfoto-Plattformen hoch und erziele damit hin und wieder auch mal kleinere Einnahmen. Um das als kleinen Nebenverdienst etwas auszubauen will ich zur Eigenwerbung eine eigene Webseite schalten und Visitenkarten drucken lassen. Darf ich mich in diesem Umfang selbst als Fotograf bezeichnen? Die Meinungen auf diversen Internetseiten sind da vollkommen gegensätzlich. Ist das noch Hobby oder schon Gewerbe? Muss das bei der Handwerkskammer angemeldet werden? Welche Art von Fotografie scheidet bei einem Hobby aus? (Wenn ich es richtig verstanden habe, scheidet Hochzeitsfotografie und teilweise auch Porträtfotografie aus, wenn man den „Beruf“ nicht gelernt hat und als Autodidakt tätig ist.

    Wäre vielleicht mal ein Thema für die nächste Sendung. Vielen Dank im voraus.

    Frank R.

  16. Hallo Herr Rau,
    normalerweise sehe ich mir Ihre Videos sehr gerne an, da sie sehr informativ sind. In den beiden Letzten ging es mir aber zu viel um Facebook und Consorten. Dass man da seine Rechte in vielerlei
    Hinsicht an den Nagel hängt sollte
    mittlerweile jeder wissen.
    Ich komme gerade von einer Fototour und habe von einer öffentlich genutzten Straße Bilder auf ein Firmengelände (chemische Industrie) gemacht. Zu meiner Überraschung kam nach ein paar Minuten ein Fahrzeug der Werkssicherheit und sagte mir, dass ich keine Bilder vom Gelände machen dürfe. Ein weiterer Sicherheitsmann von dem benachbarten Werk kam dann auch noch dazu mit der selben Argumentation. Meines Wissens darf ich doch von einer öffentlichen Straße auf ein Firmengelände fotografieren. Wie sieht das mit der Veröffentlichung auf einer Seite wie der Fotocommunity aus? Es wäre schön, wenn Sie sich die Zeit nehmen könnten meine Fragen zu beantworten.
    Mit freundlichem Gruß
    Norbert

  17. Hallo Herr Rau,
    ich finde Ihre Beiträge hier und auch gerade Ihr Buch sehr informativ, danke dafür. Hier eine nicht auf Facebook bezogene Frage: Die Firma P. modelliert und produziert Modellbahnfiguren. Auf den Figuren selbst ist kein Markenname oder Logo zu sehen. Darf ich diese Figuren in kommerziell genutzen Aufnahmen z.B. Stockfotos benutzen, auch wenn sie kein Beiwerk sind?
    Bei chinesischen No-name Figuren ist das sicher eher kein Problem, aber hat die Fa. P. ein Urheberrecht auf ihr Figuren-Design? Muss die Fa. P. um Erlaubnis zwecks Nutzung gefragt werden? Die Modellbahnfiguren sind hier nur ein Beispiel und gilt sicher auch für viele andere „Designer“-Geräte.
    Danke im Voraus.
    Detlef

  18. Hallo,

    ich fotografiere Fußballspiele. Darunter sind auch Jugendliche unter 18 Jahren, die in den Mannschaften spielen, die ich fotografiere.

    Jetzt habe ich im Netz gelesen, dass Spieler einer Sportmannschaft damit rechnen müssen, dass die Presse vor Ort ist und die Spieler ebenso fotografiert werden könnten. Somit würde das Persönlichkeitsrecht ausgehebelt werden und ich brauche keine Einwilligung des Spielers bzw. dessen Erziehungsberechtigten. Stimmt das?

    Wer könnte, im Falle einer Verletzung, alles rechtlich dagegen vorgehen? Nur der Spieler bzw. Erziehungsberechtigte oder auch jemand wild fremdes, der rein gar nichts mit dem Spieler zu tun, aber Lust hat jemanden abzumahnen? Dieser Fremde müsste doch erst einmal beweisen, dass gar keine Einverständniserklärung vorliegt, oder?

    Es mag irrsinnig klingen, aber ich habe es mit 70-80 Menschen pro Saison zu tun. Davon sind die Hälfte gegnerische Spieler. Die alle anzuschreiben und eine Einverständniserklärung unterschreiben zu lassen, ist doch nahezu unmöglich. Zudem ändern sich die Mannschaften jede Saison.

    Vielen Dank!

    Ihr macht einen tollen Job!

    Liebe Grüße
    Marc

  19. Hallo,

    ich habe auch eine juristische Frage. Ich bin Deutscher und Lebe in der Schweiz. Mein alleiniger Wohnsitz ist auch hier. Wenn ich ihm Rahmen meiner hobbyfotografie Geld nehme (z.b. für eine Hochzeitsfotografie). Wo muss ich die Einnahmen versteuern? a) überhaupt? weil es mehr aus gefälligkeit und eine Aufwandsentschädigung ist? b) in Deutschland, weil das Foto und die arbeit dort erbracht wurde c) in der schweiz, weil die finale Bearbeitung hier statt gefunden hat d) in der schweiz, weil hier mein Wohnsitz ist.

    Ich bin gespannt auf die Antworte.

    Grüsse

    Markus

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